| TECHNISCHE INFO - INTERMODULATIONSKONZEPTE SEITE 2 |
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Intermodulationskonzepte
Seite 2: Intermodulation zwischen nah beieinander liegenden Sendern
Wodurch werden Intermodulationsprodukte erzeugt?
In Bereichen mit zahlreichen dicht beieinander liegenden Senderantennen, oder mit einer großen Anzahl von im Betrieb befindlichen mobilen Stationen, ist die mögliche Erzeugung von Intermodulationsprodukten beträchtlich.
Die abgestrahlte Leistung einer Senderantenne kann in eine benachbarte Senderantenne eingestrahlen. Dadurch können sich unerwünschte Frequenzen auf der Endstufe des Senders bilden.
Die Senderendstufen arbeiten häufig als Klasse "C" und nicht als Linearverstärker. Dadurch können sich unerwünschte Signale aufmischen und auf diese Art zusätzlich neue Produkte erzeugen.
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Welche Produkte werden erzeugt?
Die unterschiedlichen Frequenzen, die sich in Verbindung mit mehreren Sendern aufmischen, können mathematisch mit der Leistung von nichtlinearen Produkten berechnet werden. Die Terminologie die verwendet wird um Intermodulationsprodukte zu definieren, klassifiziert ihre Ergebnisse als 2. Ordnung, 3. Ordnung, 4. Ordnung usw.
Nachstehend werden die Frequenzen als Summe oder Differenz zwischen diesen Intermodulationsprodukten berechnet.
| KLASSIFIZIERUNG | TX – FREQUENZEN | BEISPIELE |
2. Ordnung
2 Frequenzen | A + B
A - B | 156 + 154 = 310 MHz
156 – 154 = 2 MHz |
3. Ordnung
2 Frequenzen | 2A + B
2A – B
A + 2B
2B – A | 2 x 156 + 154 = 466 MHz
2 x 156 – 154 = 158 MHz
156 + 2 x 154 = 464 MHz
2 x 154 – 156 = 152 MHz |
3. Ordnung
3 Frequenzen | A + B – C
A + C – B
B + C – A | 156 + 154 – 158 = 152 MHz
156 + 158 – 154 = 160 MHz
154 + 158 – 156 = 156 MHz |
5. Ordnung
2 Frequenzen | 3B – 2A
3A – 2B | 3 x 154 – 2 x 156 = 150 MHz
3 x 156 – 2 x 154 = 160 MHz |
5. Ordnung
3 Frequenzen | 2A + B – 2C
A + 2B – 2C
2A + C – 2B
A + 2C – 2B
2B + C – 2A
2C + B – 2A | 2 x 156 + 154 – 2 x 158 = 150 MHz
156 + 2 x 154 – 2 x 158 = 148 MHz
2 x 156 + 158 – 2 x 154 = 162 MHz
156 + 2 x 158 – 2 x 154 = 164 MHz
2 x 154 + 158 – 2 x 156 = 154 MHz
2 x 158 + 154 – 2 x 156 = 158 MHz |
7. Ordnung
2 Frequenzen | 4A – 3B
4B – 3A | 4 x 156 – 3 x 154 = 162 MHz
4 x 154 – 3 x 156 = 148 MHz |
7. Ordnung
3 Frequenzen | 3A + B – 3C
A + 3B – 3C
3B + C – 3A
3C + B – 3A | 3 x 156 + 154 – 3 x 158 = 148 MHz
156 + 3 x 154 – 3 x 158 = 144 MHz
3 x 154 + 158 – 3 x 156 = 152 MHz
3 x 158 + 154 – 3 x 156 = 160 MHz |
Es gibt keine theoretischen Grenzen für die Anzahl von Mischprodukten. Allerdings können nur einige dieser Intermodulationsprodukte zu ernsthaften Störungen führen. Produkte höherer Ordnung wie z.B.
7. - 9.Ordnung und höher, sind in der Leistung normalerweise so niedrig, dass sie keine Probleme verursachen. Gradzahlige Mischprodukte wie 2., 4., 6. Ordung usw., haben in der Regel keine Bedeutung, da diese Frequenzen in den Ausgangsfiltern der Sender blockiert werden und folglich in keinem wahrnehmbaren Maß Störungen erzeugen. Dazu kommt, dass Antennen normalerweise nicht im sehr tiefen und hohen Frequenzbereich gleichzeitig resonannt sind und damit Intermodulationsprodukte 2. Ordnung nicht entstehen. Bei Störungen durch Intermodulationsprodukte 2. Ordnung ist es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Produkte außerhalb der Sender erzeugt wurden, zum Beispiel durch Mischen verschiedener Arten von Gleichrichterverbindungen in Antennen, Antennenmasten, Kabel und korrodierten Steckverbindungen.
Quelle der Störung
Es kann sehr schwierig sein, die Quelle der Störung zu ermitteln.
Eine der ersten Schritte ist zu bestimmen, ob die Quelle der Intermodulation im Sender oder im Empfänger liegt. Eine weitere Möglichkeit ist Intermodulation durch Antennen, Antennenanlagen, Masten, Kabel usw..
Es ist notwendig, die Frequenzen der benachbarten Sender zu kennen.
Aufgrund dieser Frequenzen können alle IM Produkte 3. Ordnung im Bereich der störenden Frequenz berechnet werden. Wenn es ein Bereich mit mehreren Sendern gibt in dem die Schwierigkeiten auftreten, sollte man ein Computerprogramm verwenden, um sicher zu sein, dass alle Mischprodukte erfasst werden. Zeigt die Berechnung, dass eine Frequenz identisch mit einer Empfangsfrequenz ist, stellt sich die Frage, ob das Mischprodukt in einem oder mehreren Senderausgängen, oder im Empfängereingang erzeugt worden ist. Durch Einfügen von Isolatoren, Bandpassfiltern, Sperrfiltern oder Bandpass/Bandsperrfiltern oder eine Kombination aus diesen in den Senderausgang, wird schnell offensichtlich ob einer dieser Sender der Grund für die Störung ist.
Ein Dämpfungsglied kann ebenfalls in das Antennenkabel vom Empfänger eingesetzt werden. Wenn die Energie des Störsignals zur Anpassung des Dämpfungsglieds passt, d.h. wenn ein 10dB Dämpfungsglied das Signal auch um 10 dB reduziert, handelt es sich nicht um Intermodulation und das Störsignal ist außerhalb des Empfängers generiert worden. Wenn das Signal mit einem 10dB Dämpfungsglied bedämpft wird und eine Signalreduzierung von ca. 30dB entsteht, handelt es sich um Intermodulation die im Empfängereingang entsteht. Wird das Signal jedoch nur um ca. 10-30dB abgeschwächt, handelt es sich zwar ebenfalls um eine Intermodulation im Empfänger, diese wird jedoch von außen hervorgerufen.
Seite 3: Beseitigen / Reduzieren von Intermodulation durch Sendermischung
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