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Professionelle Kommunikationsantennen, Filter und HF Koppelnetzwerke
Entwurf, Entwicklung und Produktion

Intermodulationskonzepte

Seite 5: Störungen erzeugt in Antennen, Masten, Steckern und Filtern.


Grundlagen des Problems. Woher und wie tritt die Störung auf?



Es hat sich herausgestellt, dass Störungen (Intermodulation) auch in Antennenanlagen auftreten bzw. generiert werden können. Diese Intermodulation kann sogar in verschiedenen Ordnungsgraden auftreten.

"Antennenanlagen" umfassen alles von Duplexfiltern, Anschlüssen, Kabeln, kombinierenden Geräten, Antennen, Mastklemmen und Bolzen, Leitungen und anderen Metallgegenständen an denen Korrosion vorkommen kann.
TECHNISCHE INFORMATIONEN


Korrosion entsteht aufgrund des Atmosphäreninhalts von Schwefel, Salz und anderen Substanzen. Die dadurch gebildeten verschiedenen metallischen Salze reagieren bereitwillig mit verschiedenen Metallen. Diese metallischen Salze bilden sich dort, wo sich zwei Metalle treffen. Ein unerwünschter Effekt dieser Metallsalze ist, dass sie als Gleichrichterdioden wirken und auf diese Art verschiedene Frequenzen mischen - mit anderen Worten Intermodulationsprodukte generieren. Solche Mischprodukte treten auf, wenn sich durch schlechte Montage, Korrosion oder Eindringen von Feuchtigkeit zwischen den Metalloberflächen der Übergangswiderstand erhöht. Dadurch wird der "Diodenkurzschluss" beseitigt und Intermodulationsprodukte können auftreten.

Diese Art der Intermodulation ist äußerst diffizil zu beseitigen, da sie sporadisch je nach relativer Luftfeuchtigkeit auftreten kann. Das Ausmaß vorherzusagen kann schwierig bis unmöglich sein, da zahlreiche korrodierte Verbindungen mit verschiedenen Charakteren auftreten können.


Wie man Korrosionsstörungen erkennen kann



Eine einfache Art sich zu vergewissern, ob Korrosionsstörungen im Duplexfilter oder der Antennenanlage auftreten, ist das Einschleifen eines langen Koaxialkabels. Dieses Kabel sollte etwa 10-20 dB Dämpfung zwischen dem Ausgang des Duplexfilters und der Antenne erzeugen. Werden die Intermodulationsprodukte mittels des angeschlossenen Kabels reduziert, entstehen die IM-Produkte in dem Antennensystem.

Abschlusswiderstände in Verbindung mit Zirkulatoren, 3 dB Kopplern und ähnlichen Geräten oder Bauteilen, können ebenfalls Intermodulationsprodukte hervorrufen. Um festzustellen ob der Abschlusswiderstand Probleme verursacht, sollte man ein koaxiales Kabel mit etwa 10-20 dB Dämpfung zwischen der fiktiven Last und dem Gerät einsetzen. Wenn dadurch die Störung reduziert wird, werden die Intermodulationsprodukte in der fiktiven Last generiert.

Das Risiko von Intermodulationsprodukten in Abschlusswiderständen steigt beträchtlich, wenn an die Leistungsgrenze herangegangen wird. Folglich ist es wichtig, keine zu kleinen Abschlusswiderstände zu verwenden.

Aufgrund von Impedanzänderungen in der Antennenanlage kann es vorkommen, dass die abgestrahlte Leistung eines Intermodulationsproduktes, welches in einem korrodierten Antennenanschluss erzeugt wird, größer ist als die zurückfließende Leistung zum Duplexfilter. Es kann also notwendig sein, eine selektive Antenne und einen selektiven Empfänger zu verwenden. Damit lassen sich Korrosions-Intermodulationsprodukte die in benachbarten Antennen, Antennenmasten, Leitungen und anderen Metallobjekten erzeugt werden, zurückzuverfolgen.

Information Seite 1: Intermodulationskonzepte Einführung.



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